Das perfekte Ausbildungszeugnis: Pflichtinhalte, Struktur und die Tücken der Zeugnissprache
Shownotes
Willkommen bei meisterundfachwirte_spezial! Heute geht es um die Kunst der Zeugniserstellung in der Ausbildung . Die Pflichtinhalte: Was laut Gesetz im Zeugnis stehen muss – von der Art der Ausbildung bis zu den vermittelten Fähigkeiten . Einfaches vs. qualifiziertes Zeugnis: Warum in der Praxis fast immer die qualifizierte Variante mit Leistungs- und Verhaltensbeurteilung gewählt wird . Die 3 Regeln der Zeugnissprache: Wie du konkret, belegbar und konsistent bleibst, um Missverständnisse zu vermeiden . Struktur in 5 Bausteinen: Einleitung (Daten & Zeitraum) Tätigkeiten und Kompetenzen Leistungsbeurteilung Sozialverhalten Schlussformel Prüfungsrelevanz: Typische Fragen zu Zeugnisarten und Mindestinhalten, auf die du vorbereitet sein solltest . Ausblick: In der nächsten Folge sprechen wir über den Übergang nach der Ausbildung: Übernahme, Abschlussgespräch und Kommunikation
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00:00:00: Hallo und willkommen bei Meister & Fachwürttespezial.
00:00:02: Ich bin Dominik
00:00:03: Und ich bin Nora.
00:00:05: Heute sprechen wir über ein Thema, das am Ende jeder Ausbildung eine große Rolle spielt – Überzeugnisse.
00:00:12: Viele verbinden Zeugnisse ja automatisch mit der Personalabteilung
00:00:16: Ja und das stimmt zum Teil.
00:00:18: Aber in der Ausbildung bist du als Ausbilderin oder Ausbilder oft maßgeblich beteiligt.
00:00:24: Du lieferst Bewertungen, Formulierungen, konkrete Beispiele Und du musst ganz genau wissen, was ein Zeugnis mindestens enthalten muss.
00:00:33: Was sind denn die Pflichtinhalte?
00:00:34: Ganz grundsätzlich gilt Erstens muss klar erkennbar sein welcher Beruf gelernt wurde Also Art und Ziel der Ausbildung.
00:00:43: Zweitens gehört die Dauer der Ausbildung hinein also wann sie begonnen und wann sie beendet wurde.
00:00:49: Und drittens muss erwähnt werden, welche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten im Laufe der Ausbildung erlernt oder angewendet wurden.
00:00:58: Das ist wichtig – weil das Zeugnis später die Grundlage dafür ist wie andere Arbeitgeber die Kompetenz der Person einschätzen können.
00:01:06: Und dann gibt es unterschiedliche Stufen richtig?
00:01:09: Genau!
00:01:10: Man unterscheidet zwischen einem einfachen Zeugniss und einem qualifizierten Zeugness.
00:01:15: Ein einfaches Zeugnis beschreibt nur Art, Dauer und Ziel der Ausbildung.
00:01:20: Ein qualifiziertes geht weiter – es bewerte zusätzlich die Leistungen und das Verhalten.
00:01:26: In der Praxis wird fast immer ein qualifiziertes Zeugenis geschrieben.
00:01:31: Entscheidend ist aber dass es sauber, wahrheitsgemäß und nachvollziehbar formuliert ist.
00:01:36: Zeugnissprache!
00:01:37: Das ist doch fast schon ein eigenes Universum oder?
00:01:40: Ja, absolut.
00:01:42: Aber wir machen es bodenständig!
00:01:44: Ich halte mich an drei schlichte aber wirkungsvolle Regeln.
00:01:48: Erstens konkret statt nebulös.
00:01:51: Schreibe lieber führte Messrhein eigenständig durch und dokumentierte seine Ergebnisse
00:01:56: nachvollziehbar.".
00:01:57: Das ist greifbar und ehrlich.
00:02:00: Vermeideformulierungen wie «war stets bemüht», die klingen harmlos, sind aber in der Zeugnersprache ein Signal für «hat sich angestrengt, aber es kam wenig dabei heraus».
00:02:11: Zweitens belegbar und fair Wenn du etwas lobst solltest du dafür Beispiele haben.
00:02:17: Gleichzeitig solltest Du keine versteckten Botschaften oder übertriebene Superlative verwenden.
00:02:23: Es geht um angemessene ehrliche Wertschätzung Drittens, einheitliche Kriterien.
00:02:29: Wenn du mehrere Auszubildende betreust, bewerte sie nach denselben Maßstäben – das macht die Zeugnisse vergleichbar und verhindert Missverständnisse oder Diskussionen.
00:02:40: Ich erinnere mich an eine Situation in meinem ersten Ausbildungsjahrgang.
00:02:44: Da hatte ich zwei wirklich gute Auszubildende, aber bei einem von ihnen war ich so begeistert vom sozialen Engagement dass sich unbewusst das ganze Zeugnis rosafarbender formulierte.
00:02:56: Später hat mich ein Kollege darauf hingewiesen und ich habe gelernt wie wichtig Konsistenz ist.
00:03:03: Seitdem arbeite ich mit einem festen Bewertungsraster.
00:03:06: Das trifft wieder zwei Handlungsfelder gleichzeitig oder?
00:03:09: Ganz genau!
00:03:10: Beurteilungskompetenz wirkt bis ins Zeugnis hinein.
00:03:14: Kannst du zum Schluss noch eine pragmatische Struktur geben?
00:03:17: Na klar, fünf einfache Bausteine.
00:03:20: Baustein eins – Einleitung Hier stehen Name, Geburtsdatum, Art und Ziel der Ausbildung sowie der Zeitraum.
00:03:28: Baustein zwei – Tätigkeiten & Kompetenzen.
00:03:32: Dieser Abschnitt beschreibt was die Person gelernt, angewendet und umgesetzt hat.
00:03:37: Also Während der Ausbildung wurde sie umfassend in der Labororganisation, der Probenanalyse und der Dokumentation geschult.
00:03:46: Baustein drei – Leistungsbeurteilung.
00:03:49: Jetzt geht es um Arbeitsweise, Qualität und Selbstständigkeit Zum Beispiel.
00:03:54: Sie zeichnete sich durch eine präzise Arbeitsweise aus Und übernahm Aufgaben zunehmend eigenständig.
00:04:01: Baustein vier – Sozialverhalten.
00:04:04: Das beschreibt wie jemand mit anderen umging, im Team mit Vorgesetzten, mit Kunden oder Patientinnen je nach Betrieb.
00:04:15: Hier kannst du Dank- und Zukunftswünsche formulieren.
00:04:18: Wie zum Beispiel.
00:04:19: wir danken ihm für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihn für die Zukunft alles Gute.
00:04:26: Manche Betriebe lassen diesen Satz weg.
00:04:29: Das hängt von der Unternehmenskultur ab!
00:04:31: Das hilft wirklich, weil man nicht jedes Mal bei Null anfangen muss.
00:04:35: und was könnte dazu in der Prüfung kommen?
00:04:37: Häufig sind es ganz klassische Fragen wie Welche Arten von Ausbildungszeugnissen gibt es oder welche Mindestinhalte gehören in ein Zeugnis?
00:04:46: Und damit war's das auch schon für heute.
00:04:48: In der nächsten Folge gehts um den Übergang nach der Ausbildung Also um das, was wirklich zählt.
00:04:55: Übernahme, Abschlussgespräch und Kommunikation.
00:04:58: Ganz genau!
00:04:59: Das ist der Moment in dem du als Ausbilderin oder Ausbilder nochmal richtig Wirkung hast.
00:05:05: Danke dass ihr beim Meister- und Fachwirtespezial reingehört habt.
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